Afrikanischer Grabenbruch

Der Afrikanische Grabenbruch ist ein großer Graben in Ostafrika, der durch die Erdplattenverschiebung entstanden ist.

Lage

Der Grabenbruch ist rund 6000 Kilometer lang und verläuft vom Jordantal über das Rote Meer, das Hochland Äthiopiens und Ostafrika bis nach Mosambik.

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Von Wikimedia Commons, User: En_rouge

In Ostafrika (Im Afar-Dreieck) trennt sich der Graben in das östliche und das westliche Rift, was dann auch zentralafrikanischer Graben genannt wird.

Der östliche Rift verliert sich etwas in den kenianischen Hochländern, dort ist das Tal am tiefsten.

In dem Graben liegen sehr viele Seen (siehe Karte). Oft sind diese nur flach aber haben dafür einen hohen Mineralgehalt (dank der Erdplattenverschiebung).

Der Victoriasee, der drittgrößte See der Welt wird auch als Teil angesehen. Er liegt aber eigentlich nur zwischen dem Graben!

Die Breite des Tals liegt zwischen 30 und 100 Kilometern, die Tiefe geht von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Metern.

Entwicklung

Der Graben entstand vor 40 Millionen Jahren durch die Kollision der mächtigen afrikanischen Erdplatte mit der Europäischen Platte.

Heute entwickelt sich das Rift Valley (engl. Bezeichnung) immer noch weiter: In einigen Millionen Jahren wird das östliche Afrika vermutlich vom Rest des Kontinents abgespalten sein und eine neue, eigene Landmasse bilden. Die heutige Senke des Grabens wird dann der Meeresgrund sein. Und Ostafrika wird als große Insel vor dem afrikanischen Kontinent liegen.

Im Graben findet sich eine hohe Aktivität von Vulkanen (Kilimandscharo, Karisimbi, Nyiragongo, Mount Meru und Mount Elgon sowie das Kraterhochland in Tansania und der noch aktive Ol Doinyo Lengai). Dies ist deshalb so, da die Erdkruste durch die starke tektonische Aktivität (Verschiebung der Erdplatten), geschwächt wurde und so die Magma/Lava häufiger durch die Erdkruste stößt.

Außerdem können in dem Graben viele Fossilien gefunden werden, da er sehr tief ins Erdinnere reicht.

 

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